Politik

Warum die Mikrosteuer eine gute Sache ist

Dietmar Rabich, Dülmen

Die Volksinitiative für eine Mikrosteuer will jede elektronische Transaktion eine kleine Steuer erheben. Dabei werden sowohl die Belastung wie auch die Gutschrift mit maximal 5 Promille besteuert, also zusammen maximal 1% der Transaktion. Im Gegenzug würde die Mehrwertsteuer abgeschafft.

Die PARAT findet diese Volksinitiative unterstützenswert, weil sie gerechter und einfacher als die Mehrwertsteuer ist. Die Mikrosteuer ist gerechter, weil die Normalbürger weniger Steuern bezahlen und die Reichen sowie die Finanzindustrie mehr steuern. Das rührt daher, dass Normalbürger in der Regel ihren Lohn oder ihre Altersrente einmal erhalten und einmal wieder ausgeben, d.h. maximal 2% als Mikrosteuer statt wie bisher 7.7% Mehrwertsteuer abführen werden. Derweil bewegen reiche Menschen und die Finanzindustrie besonders viel Geld mehrfach zwischen verschiedenen Anlageformen und Konten hin und her und zahlen somit etwas mehr Mikrosteuer, statt die Mehrwertsteuer nur auf ihren Lebensunterhalt, nicht aber auf Investitionen zu zahlen.

Die Mikrosteuer ist auch einfacher, weil sie nur durch Banken und Finanzdienstleister erhoben wird. Alle anderen Unternehmen müssen sich nicht damit abgeben und sparen Verwaltungskosten. Auch der Bund spart bei der Steuerverwaltung einiges an Kosten, weil er weniger Unternehmen kontrollieren muss.

Ein weiterer Vorteil der Mikrosteuer aus Sicht der PARAT ist, dass es einige Formen der Spekulation eindämmen könnte, weil diese massiv darauf bauen, riesige Geldmengen schnell und häufig zu bewegen.

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